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Geschichtliches zum Linden-Quartier

Der Quartiername Linde stammt vom Familien-Restaurant zur  „Linde“ Madretsch,

ein stattliches Gebäude mit grossem angebautem Saal, der den Madretscher Vereinen Platz für ihre Anlässe und Vorführungen bot. Anfang der 1940er Jahre wurde das Restaurant geschlossen.

Bis in die 60er Jahre gab es im Winter eine Eisbahn, auf welcher alteingesessene Quartierbewohner ihre ersten Pirouetten drehten und sogar Eishockey- und Eiskunstlaufmeisterschaften stattfanden. Im Sommer wurde die Eisbahn zu einer

Rollschuhbahn umfunktioniert.

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Das Lindenquartier wurde erst relativ spät besiedelt. Anfangs waren dort Rebberge, später kamen Bauernhäuser dazu. Das Gebiet war Teil des Dorfes Madretsch, das erst um 1920 zuerst mit Mett fusionierte und einige Jahre später in die Stadt Biel eingemeindet wurde. Erst mit dem Bau des neuen Bahnhofes und der damit verbundenen neuen Linienführung wuchs das Quartier mit der Stadt zusammen, es entstanden die Genossenschaftssiedlungen am Seilerweg und Lindenweg.

 

Gewerbe, Handwerksbetriebe und Landwirtschaft prägten das Quartier. Das letzte Bauernhaus am Seilerweg wurde 1970 abgerissen. Ausserdem gab es Bäckereien, Metzgereien, eine Molkerei und verschiedene Spezereiläden. Das letzte Lebensmittelgeschäft am Mon-Désir-Weg schloss 2013. Auch eine Gärtnerei mit einer Champignonzucht(geschlossen in den 1960er Jahren) gab es, eine Mechanikerwerkstatt, eine Modistin, ein Nähatelier, eine Glaserei, ein zoologisches Präparatorium und am Seilerweg eine Seilerei und eine Schreinerei.

 

Mit dem genossenschaftlichen Wohnbau kamen viele Familien ins Quartier, welche gemeinsam älter wurden. In den letzten Jahren findet ein Generationenwechsel statt, es leben wieder eher jüngere Familien hier. Dank der Nähe der Schulen und des Waldes ist unser Quartier zu einer beliebten und begehrten Wohnlage geworden.

© Lindenleist 2019